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please don’t eat the rich

Klanginstallation im Rahmen der Sicherheitsfestspiele, Forum Stadtpark

Die Klanginstallation widmet sich dem Thema Sicherheit am Opernball. Wovor müssen die Opernballbesucher:innen geschützt werden? Was sind die potenziellen Gefahren, Bedrohungen und Unannehmlichkeiten? Was stört den altgedienten Konformismus?

Indem in zufälliger Anordnung Audioschnipsel möglicher Sicherheitsgefährdungen mit solchen des klassischen Opernballkitsches verwoben werden, soll an der glatten Fassade des gesellschaftlichen Höhepunkts der österreichischen Ballsaison gekratzt werden.


those sounds are wrapped in scars

Klanginstallation im Rahmen des Klanglicht Festival Graz 2022 in Graz Reininghaus.

©Marija Kanizaj
©Marija Kanizaj

Die Klanginstallation those sounds are wrapped in scars basiert auf der Überlegung, dass wir die Geschichten umgebender Architekturen und Objekte hören können. Der Klang eines Raumes oder eines Objekts und seine Eigenresonanz setzen sich zusammen aus seiner materiellen Beschaffenheit und seinen räumlichen Dimensionen. Jede Veränderung, sei es ein Kratzer, ein Loch, eine Schweißnaht etc. verändert diese. Der Gesamtklang eines Objekts erzählt also immer auch seine Geschichte. Auch beim Menschen verwenden wir auch den Begriff der Resonanz. Wie stark wir auf äußere Einflüsse reagieren, ist immer auch Ausdruck unserer individuellen Geschichten und unserer Narben.

Die Klanginstallation basiert auf dem Prinzip des Feedbacks bzw. der Rückkoppelung. Die Resonanz der Fässer wird jeweils mittels Kontaktmikrofonen abgenommen und das abgenommene Signal wird simultan direkt mittels Kontaktlautsprecher am Fass wiedergegeben. Dadurch etabliert sich eine autonomes Resonanzsystem. Gleichzeitig wird das Signal digital verändert und und dadurch entstehen dynamische harmonische Flächen. Die Besucher*innen können Einfluss nehmen, indem sie gegen die Fässer klopfen und sie können die Vibrationen auch direkt über die Berührung der Fässer spüren.


a ghost in the pepper

Installation und Performance mit Margarethe Maierhofer-Lischka realisiert im Österreichischen Skulpturenpark (sterrrn festival 2022) in Matta Wagnests Labyrinth

©Clara Wildberger

A ghost* in the pepper ist eine performative Installation, die mit den Erwartungen und Rollenklischees im Verhältnis zwischen Publikum und Performer*innen spielt und sie zu durchbrechen sucht. Mithilfe von hör- und sichtbaren Spiegelungen und Brechungen entsteht ein mehrschichtiger, begehbarer Erfahrungsraum. Performer*innen, Publikum, Skulptur und Umgebung sind durch akustisches Feedback und visuelle Spiegelungen zu einem Ganzen verbunden, ein System das von allen Anwesenden beeinflusst wird. So wandelt sich die Skulptur vom Spiegellabyrinth zum sozialen Raum, in dem alle gleichermaßen Akteur*innen sind. Durch das gemeinsame, symbolische Experimentieren mit einer offenen Situation können uns selbst unsere eigenen Reflexe und Projektionen bewusst werden.

©Johanna Lamprecht

gýro

Generative audiovisuelle Liveperformance basierend auf korrelierenden Audio und Video feedbackloops (Supercollider/TouchDesigner). Zwei, für diesen Zweck gebaute, Holzboxen sind mit je einem Kontaktmikrofon (Piezoscheibe) und einem Kontaktlautsprecher (Transducer) präpariert. Die Signale werden basierend auf einem algorithmischen Prinzip verarbeitet und daraus werden audio-reaktive Visuals generiert. Später kommen rhythmische Elemente hinzu, deren Relationen ebenfalls dem vorgegebenen algorithmischen Prinzip folgen.
Das algorithmische Prinzip leitet sich von der Vorstellung ab, dass es nicht eine universelle Zeit gibt, sondern verschiedene simultan existierende lineare und zyklische Zeitempfindungen, die im Wechselspiel erst die Wahrnehmung von Zeit und das Verständnis von Rhythmus ermöglichen. Im Raum erklingen gleichzeitig die Holzboxen und Lautsprecher. Im Vordergrund der AV-Performance steht die kontemplative sinnliche Erfahrung.
Gýro wird über eine Dauer von ca. 20 minuten live performt.


MALICE. Der vergiftete Apfel

ein Kurzfilm von und mit Bruna Diniz Afonso, Franziska Betz, Vera Hagemann, Lain Iwakura und Antonia Manhartsberger


BAD WORKOUT – Tomorrow is cancelled [snippets]

Interactive audiovisual performance
original length: 20 min


present.in.difference

english version below

present.in.difference ist eine filmisch-tänzerische Auseinandersetzung mit dem Grazer Stadtteil Lend, seinen Bewohnerinnen und seinem Sound.
In knapp 20 Minuten entfaltet sich im Film eine körperlich-performative Erzählung über die Vielschichtigkeit des umgebenden Lebensraumes, seinen unterschiedlichen Geschwindigkeiten und gelebten Realitäten. Eine Erzählung über Begegnung und Teil-werdung urbaner Dynamiken als künstlerisch interdisziplinäre Reflexion über Raumsoziologie.

Grundlage der Arbeit bilden Gespräche mit Menschen aus und in Lend. Wir bedanken uns für ihre Zeit und ihre Offenheit.

Choreographie und Tanz: Bruna Diniz Afonso
Musik und Klanggestaltung: Antonia Manhartsberger
Kamera und Schnitt: Peter Hutter

Ermöglicht durch das Kulturjahr Graz 2020


present.in.difference is a cinematic-dance exploration of the Lend district in Graz, its inhabitants and its sound.
In just under 20 minutes, a physical-performative narrative unfolds in the film about the complexity of the surrounding living space, its different speeds and lived realities. A narrative about encountering and becoming part of urban dynamics as an artistic interdisciplinary reflection on the sociology of space.

The work is based on conversations with people from and in Lend. We thank them for their time and their openness.

Choreography and dance: Bruna Diniz Afonso
Music and sound design: Antonia Manhartsberger
camera and editing: Peter Hutter

Funded by the Cultural Year Graz 2020


-FUGE- im Glockenklang

©Viktor Andriichenko

Das Projekt „-FUGE- im Glockenklang“ ist der Titel einer elektroakustische Klanginstallation in der Grazer Innenstadt, die während der Fastenzeit 2021 jeweils täglich um 12 Uhr und freitags zusätzlich um 15 Uhr für wenige Minuten zu erleben war.

Von einem Lautsprecher gegenüber des Turms der Grazer Stadtpfarrkirche aus wurden manipulierte Aufnahmen der Glocken der Grazer Stadtpfarrkirche abgespielt. Der Ausschwingvorgang der Kirchenglocken wurde digital auf mehr als eine Minute ausgedehnt und fügte sich beim Abspielen mit dem letzten Schlag der Glocke, so als würde sie im Ausklingen festgehalten werden. Durch diese Ausdehnung entstand ein unerwarteter Resonanzraum, der eine Irritation des räumlichen Zeiterlebens auslöste. Dadurch sollten die anwesenden Menschen zum Innehalten und sich Umschauen angeregt würden.
Während der Laufzeit dieser Klanginstallation war zu beobachten, dass viele Passant*innen beim Vorübergehen langsamer wurden, so als ob sich an dieser Stelle der Straße eine Fuge auftat, in der die Zeit anders organisiert war.

Das Ziel der Installation ist es, in die urbanen Choreografien der Passant*innen einzugreifen. Das scheinbare Nicht-Ausklingen der Glocken soll eine Störung bewirken, die die Routine unterbricht und dadurch einen Raum für neue Wahrnehmungen eröffnet.

https://www.katholische-kirche-steiermark.at/portal/home/aktuellesneu/article/25960.html

https://soundportal.at/news/news-detail/die-kunst-der-fuge-in-graz


die Schichtschläferin

Eine junge Frau kann nicht mehr in ihrem eigenen Bett schlafen, ihr Bett „hat ein Loch“. Sie lernt Menschen kennen, die manchmal nachts arbeiten müssen, und schläft dann in deren Betten. Die Zuhörer*innen erleben die Geschichte der Schichtschläferin anhand von Dialogen, Erzählungen, von Träumen und inneren Monologen und tauchen so ein in eine wundersame Welt, eingehüllt von eigensinnigen Klängen und sphärischen Klangkulissen.

Ein Hörspiel von Antonia Manhartsberger & Antonia Biberger. Mit: Antonia Biberger, Antonia Manhartsberger, Vasilis Contoguris, Alice Peterhans


Where comes the blood from

„You said, you won’t touch me,
where is your hand now?
You said, you would never touch me,
where comes the blood from.
You said, you won’t –
where am I now?“
Stop violence against Women!

Young and Pretty ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit genderkonformen Selbstdarstellungen, schwesterlicher Solitarität und dem Potenzial von Makeup als emanzipatorisches Mittel im Kontext konservativer Strukturen in der institutionalisierten elektronischen Musik.
Bitte Kopfhörer verwenden.

english
Young and Pretty is an experimental exploration of gender-conforming self-representations, sistergood, and the potential of makeup as an emancipatory tool in the context of conservative structures in institutionalized electronic music.
Please use headphones.